38. Kreisparteitag: Klaus Kaiser erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt
Mittwoch, den 17. November 2010 um 11:52 Uhr
Etwa 350 Delegierte der CDU-Hochsauerlandkreis wählten am Samstag einen neuen Kreisvorstand. Dabei wurde der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Klaus Kaiser mit einem deutlichen Wahlergebnis in seinem Amt bestätigt. Einen Wechsel gab es bei den stellvertretenden Vorsitzenden. Matthias Kerkhoff, Eva-Maria Pfitzner und Ludwig Schulte traten nicht wieder an. Es stellten sich dafür Volker Arens (Altkreis Meschede), Stefan Lange (Altkreis Arnsberg) und Dr. Patrick Sensburg MdB (Altkreis Brilon) zur Wahl, die alle mit ebenfalls deutlichen Ergebnissen gewählt wurden. Den Vorstand vervollständigen Schatzmeister Andreas Bremke (Wiederwahl), der stellvertretende Schatzmeister Michael Rosenkranz aus Marsberg (der bisherige Amtsinhaber Oliver Allesch stellte sich nicht wieder zur Wahl) sowie Schriftführerin Carla Florath aus Sundern und der stellvertretende Schriftführer Christian Erb aus Schmallenberg.
Thematisch – so kündigte der neue Kreisvorstand an – werde insbesondere das Thema Schule im Hochsauerlandkreis noch mehr in den Vordergrund rücken. Dabei ginge es vor allem darum, für die Grundschulstandorte in den Städten- und Gemeinden zu kämpfen. „Wenn wir auf den Dörfern die Schulen schließen, können wir auch gleich jungen Familien sagen: ‚Ihr seid hier nicht erwünscht!‘, mahnte Bürgermeister Hans-Josef Vogel bereits zu Beginn des Parteitages in einem Grußwort. Ausdrücklich für einen Erhalt sprachen sich auch Patrick Sensburg und Stefan Lange für die Altkreise Brilon und Arnsberg aus. Beide warnten vor einer damit einhergehenden Verschärfung des demografischen Wandels. „Schulschließungen führen zwangsläufig zu weiterer Abwanderung von den Dörfern“.
Neben den Vorstandswahlen standen zwei Gäste im Mittelpunkt des Interesses während dieses 38. Kreisparteitages: der ehemalige Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz, und der jüngst neugewählte Generalsekretär der CDU NRW, Oliver Wittke.
Mit stehenden Ovationen bedankten sich die 350 Delegierten im Namen der Kreis-CDU bei ihrem ehemaligen Abgeordneten Friedrich Merz für die wertvolle Arbeit, die er über Jahrzehnte hinweg im Europaparlament und im Bundestag in Bonn und Berlin geleistet hatte. Merz versprach dafür keinen Abschied nehmen, sondern weiterhin Politik mit gestalten zu wollen - wie in der Vergangenheit in der ihm eigenen Nähe und Verbundenheit zur Heimat im Hochsauerlandkreis.
CDU-Generalsekretär Oliver Wittke nahm Merz beim Wort und bat um Unterstützung in der politischen Arbeit der CDU NRW, die nun ein hartes Stück Arbeit vor sich habe. Die rot-grüne Minderheitsregierung in Düsseldorf regiere nicht, sie probiere. Angefangen bei den neuen Schulversuchs-Modellen, die zum Chaos in der Bildungslandschaft des Landes führten, bis hin zur „verantwortungslosen Neuverschuldung“, die seit dem Machtwechsel in Düsseldorf betrieben werde.
Oliver Wittke versprach den Delegierten eine klare Linie, die die CDU in NRW jetzt wieder verfolge. „Wir gehen keine faulen Kompromisse ein“, so der Generalsekretär. Ziel sei ein Regierungswechsel in NRW - so schnell wie möglich.

