TTIP: Großes Interesse an Freihandelsabkommen

Hochkarätiger hätte die Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Kreisunion zum Transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) nicht besetzt sein können: Auf Einladung von Ulrich Klein (MIT), Volker Arens (Arbeitskreis Wirtschaft der CDU Hochsauerlandkreis) und Stefan Lange (CDU Sundern), fanden neben politischen Größen wie Hauptreferent und Bundesabgeordneter Matthias Heider, dem Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg und dem Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der Kreisunion Matthias Kerkhoff auch noch über 60 weitere interessierte Gäste aus der Region den Weg nach Sundern. Gastgeber war an diesem Abend die Firma SKS metaplast.

Sunderns CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Lange begrüßte zunächst die Anwesenden und bedankte sich vor allem bei SKS-Geschäftsführer Willo Blome für die Ausrichtung des Abends in dessen Räumlichkeiten in Sundern. SKS metaplast ist weltweit als innovativer Hersteller von Luftpumpen und Radschützern für den Fahrradbereich bekannt und gehört zu den großen Arbeitgebern in der Region. Und SKS metaplast steht als ein Unternehmen stellvertretend für die vielen Exportunternehmen, die unmittelbar vom Transatlantischen Freihandelsabkommen mit den USA betroffen sind.

Vor diesem Hintergrund nahm sich Wirtschaftsexperte und Bundestagsabgeordneter Matthias Heider vor Ort die Zeit, um den zahlreichen Gästen die Zusammenhänge, Chancen und Risiken des sogenannten TTIP-Abkommens zu verdeutlichen. Anhand einiger Beispiele unterstrich Heider, dass es sich für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, unter der Voraussetzung richtiger Weichenstellungen, um einen Gewinn für die Wirtschaft und somit auch für alle Bürgerinnen und Bürger handelt. Außerdem gelang es ihm zu verdeutlichen, dass TTIP, ebenso wie das schon abgeschlossen CETA-Abkommen mit Kanada, grundsätzlich mehr Chancen als Risiken bietet und diese wahrgenommen werden müssten.
In den weiteren Verhandlungen seien allerdings auch noch sehr viele ungeklärte Fragen zu erörtern und darin auch die Sorgen der Öffentlichkeit zu berücksichtigen. Insgesamt, so Heider, sei aber eine differenziertere Auseinandersetzung mit der Thematik – insbesondere von Seiten der Kritiker – wünschenswert.

Es schloss sich Heiders Vortrag eine intensive Diskussion und viele weitere politische Gespräche an, in die sich auch Sunderns CDU-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Pliquett einbrachte.