
Der Rat der Stadt Sundern hat mehrheitlich einen Antrag der CDU-Fraktion zum Windenergiebereich Klarenberg beschlossen. Darin fordert der Rat den Regionalrat auf, die Fläche „Klarenberg“ bei der Fortschreibung des Regionalplans aus den vorgesehenen Windenergiebereichen herauszunehmen, da Sundern bereits das Drei- bis Vierfache der landesweit geforderten Windenergieflächen einbringt. 
Hintergrund sind die gesetzlichen Vorgaben zum Ausbau der Windenergie. Für Nordrhein-Westfalen gelten verbindliche Flächenziele: Bis 2027 sollen 1,1 Prozent der Landesfläche für Windenergie zur Verfügung stehen, bis 2032 sind es 1,8 Prozent. Für die Planungsregion Arnsberg ist im Landesentwicklungsplan sogar ein Anteil von 2,13 Prozent vorgesehen. 
Nach Einschätzung der CDU leistet Sundern bereits heute einen überdurchschnittlich großen Beitrag zur Windenergie. Durch die im Regionalplan ausgewiesenen Windenergiebereiche sowie bereits bestehende Anlagen ergibt sich im Stadtgebiet ein Flächenanteil von über acht Prozent. Mit der Abstimmung folgt der Rat der Auffassung der CDU und sieht den Beitrag der Stadt zu den landesweiten Flächenzielen als erfüllt beziehungsweise übererfüllt an. 
Auch deshalb soll der Bereich Klarenberg aus Sicht der CDU und des Stadtrates nicht weiter als Windenergiebereich vorgesehen werden. Neben der zentralen Lage im Stadtgebiet sprechen aus Sicht der Ratsmehrheit auch Auswirkungen auf Landschaft und Erholung sowie die Nähe zu mehreren Ortschaften gegen eine weitere Konzentration von Anlagen, die schon an anderen Stellen im Stadtgebiet hingenommen werden mussten. 
Bereits im Dezember 2025 hatte der Stadtrat auf Antrag der CDU beschlossen, dass auf städtischen Flächen auf dem Klarenberg keine Windräder gebaut werden sollen. Der Rat sprach sich außerdem dafür aus, dass die Verwaltung auch die privaten Flächeneigentümer auffordern soll, sich dieser Haltung anzuschließen. 
Das Stockumer Ratsmitglied Marius Ross (CDU) begrüßt die Entscheidung deutlich:
„Sundern steht zur Energiewende. Aber wir dürfen unsere Landschaft und unsere Dörfer nicht immer weiter überfrachten. Wenn wir schon heute deutlich mehr Fläche bereitstellen als gefordert, dann ist es nur fair, jetzt auch einmal eine Grenze zu ziehen.“ 
Für die CDU ist der Beschluss ein klares Signal an die Landes- und Regionalplanung: Sundern steht zur Energiewende, erwartet aber zugleich eine Planung mit Augenmaß und Gerechtigkeit für die betroffenen Regionen.