CDU Stemel appelliert an Planungsausschuss: Die Friedhofsparkplätze müssen erhalten bleiben
Ortsvorsteher, CDU-Ortsverband und Förderverein appellieren an Planungsausschuss: Die Friedhofsparkplätze in Stemel müssen erhalten bleiben

In einer aktuellen Verwaltungsvorlage der Stadt Sundern, welche am kommenden Dienstag im Ausschuss für Planung und Nachhaltigkeit beraten wird, geht es um einen Antrag eines Eigentümers, einen neuen Bebauungsplan für ein am Stemeler Friedhof angrenzendes Grundstück zu beschließen, um den Bau von zwei Wohnhäusern zu ermöglichen. Dies wäre an sich kein besonderer Vorgang.

Allerdings erwägt die Stadt in ihrer Beschlussvorlage auch einen Flächentausch, um einen weiteren Bauplatz an der Straße Am Hölzchen zu generieren, welcher sich teilweise in städtischem Besitz befindet. Als Folge würde der obere Friedhofsparkplatz Am Hölzchen wegfallen.  „Dies hat seit der Veröffentlichung der Vorlage am vergangenen Freitag für viel Unruhe im Dorf gesorgt“, so Ortsvorsteher Patric Cremer, der von der Verwaltungsvorlage überrascht wurde und kritisiert, dass die Stadtverwaltung ihn nicht zuvor eingebunden hat. Auch wenn in der Vorlage steht, dass die Parkplätze „zunächst“ erhalten bleiben sollen, so wäre eine Bebauung bei einem positiven Beschluss in der Ausschusssitzung nur eine Frage der Zeit, sind sich die Friedhofsbesucher und der Ortsvorsteher sicher. „Es geht uns gar nicht um die vom Anlieger geplante Bebauung, sondern einzig und allein um den Erhalt der ohnehin schon wenigen Friedhofsparkplätze, die dauerhaft erhalten bleiben sollen“, so auch der Stemeler CDU-Ortsverband.

Wie der Förderverein der Stemeler Friedhofskapelle in einem Schreiben an die Stadt ausgeführt hat, wird der örtliche Friedhof hauptsächlich durch den vom Wegfall bedrohten Parkplatz besucht. „Der Großteil der Gräber und auch unsere Kapelle befinden sich im oberen Bereich des Friedhofes und daher sehen wir die Generierung eines dritten Bauplatzes durch die Stadt sehr kritisch“, äußert sich der Vorsitzende Uwe Hecking. Ortsvorsteher Cremer unterstreicht die Forderung des Fördervereins, zumal beim unteren Eingang eine ordentliche Steigung der Gehwege für die Friedhofsbesucher zu bewältigen ist. Dies sei besonders für ältere und gehbehinderte Bürgerinnen und Bürger kaum zu schaffen. „Auch die Attraktivität unserer Friedhofskapelle würde unter einem Wegfall der Parkplätze leiden, heißt es im Schreiben des Fördervereins. Aufgrund einer geänderten Bestattungskultur und alternativen Aufbahrungsmöglichkeiten durch Bestattungsunternehmen sei man ohnehin schon im Nachteil. Danach könne man den „Laden“ dicht machen“, ist sich der Vorstand des Fördervereins sicher.

Nachdem die Diskussion um den Parkplatz hohe Wellen im Dorf geschlagen hat, haben sich am Dienstag Vertreter fast aller im Rat vertretenen Parteien auf dem Friedhof eingefunden, um die Pläne des Antragsstellers vor Ort nachzuvollziehen und den Parkplatz zu besichtigen. Ortsvorsteher Cremer ist nach diesem Gespräch zuversichtlich, dass die Erhaltung der Friedhofsparkplätze Am Hölzchen eine Mehrheit im Ausschuss findet. Schließlich hatten die anwesenden Ratsmitglieder ihr Verständnis für die Sorge der Stemeler Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck gebracht.  Die CDU-Fraktion hat hierzu bereits im Vorfeld deutlich Stellung bezogen und zugesagt, eine bauliche Nutzung des bestehenden Parkplatzes nicht zu unterstützen.

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